

Das normale, natürliche Verderben von Obst, Gemüse oder Fleisch wird durch Mikro-Organismen verursacht, die in den Nahrungsmitteln und auch in der Luft vorhanden sind. Beim Einkochen werden diese Organismen, die sich im Einkochgut und in der Luft innerhalb des verschlossenen Glases befinden, abgetötet. Durch Erhitzen entsteht im Einkochglas ein Überdruck. Deckel, Gummiring und Klammern funktionieren dabei wie ein Überdruckventil. Sie lassen Luft, Dampf und evtl. Flüssigkeit aus dem Glasinneren entweichen, von außen aber lassen sie keine Luft und kein Kochwasser hinein (Bild 1). Beim Erkalten entsteht im Glas ein Vakuum. Die Klammern sind jetzt überflüssig und müssen entfernt werden (Bild 2). Jetzt können Sie prüfen, ob die Gläser geschlossen sind. Sollte der Inhalt später verderben, drücken die Gärgase den Deckel auf. Das ist ein eindeutiges Warnsignal, das Sie davor schützt, verdorbenes Einkochgut ahnungslos zu genießen.

Gläser bis 2 cm unter den Rand füllen (Abb. 1)
Glasdeckel umdrehen, und Gummiring von innen auflegen (Abb. 2).
Den Deckel wieder umdrehen und mit dem Ring nach unten auf das Glas auflegen (Abb.3).
Mit zwei Einweck-Klammern den Deckel verschließen (Abb. 4).
Beim Einkochen muss das oberste bzw. das höchste Glas vollständig mit Wasser bedeckt sein (Abb 5).
Der abdichtende Gummiring verhindert, dass während des Einkochvorgangs Wasser von außen in die Gläser eindringt. Nach dem Einkochen die Klammern entfernen (Abb. 6).
Ist das Glas fest verschlossen, war das Einkochen erfolgreich. Der Inhalt bleibt geschützt.
In Italien macht man auch gern in Quattro Stagioni-Schraubdeckelgläsern des italienischen Herstellers Bormioli Rocco ein. Das Einmachen in Quattro Stagioni-Gläser unterscheidet sich zwar vom hierzulande bekannten WECK®-Einkochverfahren, ist aber genauso einfach zu bewerkstelligen.
Quattro Stagioni: Einmachen leicht gemacht
Zunächst einmal müssen die Quattro Stagioni-Gläser und Deckel vor dem Einmachen steril ausgekocht werden, bevor man mit der Befüllung der Schraubdeckelgläser beginnen kann. Es ist darauf zu achten, dass für jeden Einkochvorgang immer neue Deckel auf die Quattro Stagioni-Gläser aufgesetzt und nicht zu fest gedreht werden. Nach dem Befüllen den Glasrand sorgfältig abwischen, so dass keine Speisereste daran verbleiben.
Dann kommen die Quattro Stagioni-Gläser zum Erhitzen ins lauwarme Wasserbad in einem Kochtopf. Nun müssen Sie die Quattro Stagioni-Gläser so lange im Wasser kochen lassen, wie es das Rezept vorsieht. Je nach Lebensmittel kann die Einkochzeit variieren. Nach deren Ablauf sollten Sie die Quattro Stagioni-Gläser im gleichen Wasser abkühlen lassen.
Nun gilt es festzustellen, ob sich im Inneren der Quattro Stagioni-Gläser ein Vakuum gebildet hat. Senkt sich der Deckel in der Mitte, ist dies der Fall und die Konserven sind lange haltbar.
Zum Verzehr müssen Sie nur die Schraubdeckel der Quattro Stagioni-Gläser mit etwas Kraftaufwand aufdrehen. Dann wird das Vakuum aufgehoben und die Quattro Stagioni-Gläser lassen sich öffnen.
Hinweise zum Einmachen mit Quattro Stagioni Gläsern
Die Quattro Stagioni-Gläser können mehrmals verwendet werden. Die Schraubdeckel der Quattro Stagioni-Gläser dürfen Sie aber immer nur einmal benutzen, weil die Dichtmasse im Inneren der Deckel, der sogenannte Compound, sonst nicht die optimalen Dichteigenschaften besitzt.
Die Fido-Konservierungsmethode ist sehr einfach und ähnelt der WECK®-Methode (siehe oben).
Was kann man in Fido-Gläser einfüllen?
Fido-Gläser sind sehr vielseitig. Sie können zur Konservierung von frischen Lebensmitteln in Salz oder Essig verwendet werden. Sie eignen sich auch zur Herstellung von pasteurisierten Konfitüren und Marmeladen. Das Konservieren von Lebensmitteln ist sowohl nachhaltig als auch einfach.
So konservieren Sie Lebensmittel in vier einfachen Schritten:
Füllen Sie zunächst die zuvor sterilisierten Fido-Gläser. Dazu muss der gekochte Inhalt zunächst abgekühlt werden. Beim Verschließen der Gläser ist es wichtig, immer einen Gummiring zu verwenden.
Stellen Sie die Gläser anschließend in ein Wasserbad in einem Topf und geben Sie zunächst nur lauwarmes Wasser in den Topf. Kochen Sie dann die Gläser und ihren Inhalt. Es ist wichtig, dass Sie sich an die in dem Rezept angegebenen Zeiten halten. Auch wenn es lange dauert, lassen Sie die Gläser im kochenden Wasser abkühlen.
Hat sich im Inneren der Gläser ein Vakuum gebildet? Um dies herauszufinden, öffnen Sie den Bügelverschluss des Glases. Wenn der Deckel und das Glas miteinander verbunden bleiben, hat sich ein Vakuum gebildet und der Inhalt ist lange haltbar.
Wenn Sie Ihre Konserven verzehren möchten, entfernen Sie einfach die Gummiringe von den Gläsern. Dadurch wird das Vakuum aufgehoben und Sie können die Gläser öffnen.
Zu beachten beim Einkochen mit Fido-Gläsern
Wichtig ist, dass für die Pasteurisierung nur Fido-Gläser mit maximal 1500 ml Kapazität zum Einsatz kommen dürfen. Wenn Sie Ihre Fido-Gläser vor dem Einkochen in die Geschirrspülmaschine stecken möchten, müssen Sie die Drahtbügel entfernen.
Zwar können Fido-Gläser problemlos wiederverwendet werden, doch für die dazu passenden Gummiringe, die Sie in unserer Rubrik Zubehör finden, trifft das nicht zu. Außerdem dürfen die Gummiringe keinen Kontakt zu 100-prozentigen Fettsubstanzen bekommen.
Die Einkochwelt® bietet für verschiedene Einkochverfahren Gläser unterschiedlicher Hersteller an: